Geschichte und Erfahrungen…

Die Methode der Multifamilienarbeit hat viele Pioniere der systemischen Familientherapie fasziniert, so Jay Haley, Peter Fraenkel, Salvador Minuchin, Eia Asen. Daraus sind unterschiedliche kreative Arbeitsmodelle u. -kontexte entstanden. Sie alle verbindet die Überzeugung und Erfahrung, dass Familien fähig sind, selbst in scheinbar aussichtslosen Situationen eigene Lösungen für ihre Probleme zu entwickeln und umzusetzen. Dazu bedarf es eines unterstützenden Kontextes, in dem solche Lern- und Handlungsprozesse angeregt, erprobt und ausgewertet werden können.

Erfahrungen aus Großbritannien, Skandinavien, Niederlanden und Deutschland haben gezeigt, dass selbst in sehr schwierigen Kontexten, wie Gewalt, Essstörungen, psychische Erkrankungen, eine erfolgreiche Arbeit nach Methoden der MFA möglich ist. Auch der Aufbau eines stabilen Netzwerkes spielt eine wesentliche Rolle in der Multifamilienarbeit. Der Einbezug von und die Kooperation mit professionellen Helfersystemen ist ein wichtiger Aspekt des Prozesses. Der regelmäßige Rückkoppelungsprozess über Fortschritte, Stagnation und Verlauf ermöglicht ein konzertiertes und abgestimmtes Vorgehen. Es dient weiter der Stabilisierung neu erlernter Verhaltensweisen und Kommunikationsmuster in den Familien.

Dass diese Arbeit neben den gewonnenen Kompetenzen den Zusammenhalt der Familien wesentlich stärkt und die gemeinsame Arbeit von Familien und Therapeuten Spaß und Freude macht, ist ein Grund mehr, dieses erfolgreiche Verfahren zu etablieren.

Familienzusammenhalt stärken!