Warum…

Veränderungsprozesse innerhalb der Familiensysteme werden durch die Fokussierung auf einzelne, wie z. Bsp. dem Hauptsymptomträger nur bedingt erreicht. Daher setzt das Leinerstift bereit seit langem in allen Bereichen der Jugend- und Erziehungshilfe auf intensive Eltern- und Familienarbeit. Mit dem für die Jugendhilfe neuen Ansatz der Multifamilientherapie/-arbeit werden Veränderungskontexte und die Reflexionsmöglichkeiten hinsichtlich des gesamten Familiensystems deutlich ausgeweitet und erheblich alltags- und praxisnäher vermittelt. Es bleibt bei einer konsequent ressourcen- und lösungsorientierten Ausrichtung. Gleichzeitig bleiben Eltern stärker in der Verantwortung für ihre Kinder und für die Veränderungsprozesse und empfinden sich weniger in Konkurrenz zu den vermeintlichen „Profis“.

Es werden Kontextwechsel hergestellt, beispielsweise Gruppenarbeit, Eltern – Kind – Interaktionen, gemeinsames Kochen, Kaffeepausen und typische Alltagssituationen besprochen, wobei Wahrnehmungen, Wertungen und Lösungen ausschließlich durch den Kommunikationsprozess der Familien reflektiert bzw. entwickelt werden. Diese können sich so, oft nach vielfältigen Erfahrungen der Bevormundung und Entwertung, sich erstmals wieder als kompetent erleben. Verschiedene Erfahrungen werden ermöglicht, Verhaltensweisen erprobt und Erfolge in der Gruppe gefeiert. Der Wechsel zwischen thematischen Gruppenmethoden, spielerischen, erlebnisorientierten Lockerungsübungen und den Möglichkeiten lockeren Austausches zwischen Eltern und Kindern in den Pausen fördert die hohe Motivation, selbst unter zunächst belastenden Zugangsvoraussetzungen.

Verantwortungsübergabe an Eltern!